genau so.

heute im neuen trust gelesen: ein interview mit einem alten sack (nicht weiter verwunderlich – mindestens jedes zweite interview dort ist mit einem alten sack. das mag daran liegen, dass es ein alte-säcke-fanzine ist, das sich gelegentlich bemüht, auch für alte säckinnen interessant zu sein. ja, ich lese es ganz gern). der alte sack dieses mal: keith morris (black flag / circle jerks / off!). gefallen hat mir das hier:

punk ist nicht tot. weißt du warum? punks werden niemals sterben.

warum?

warum? weil es immer das kind in seinem zimmer gibt, das auf dem bett auf- und abspringen wird. es wird immer diesen siebenjährigen „ich will jetzt nicht schlafen gehen“ geben. „geh in dein zimmer, du bekommst heute kein abendessen, weil du deine hausaufgaben nicht gemacht hast“. diese energie und mentalität wird es immer geben. das gab es schon immer, punk, schmunk, bunk. meine tante hat elvis gehört, aber meine großeltern mochten elvis nicht, weil sie ihn für anti-autoritär hielten. ich bin mir sicher, dass die musik, die ihr hört, von euren eltern nicht gemocht wird. das geht bis zurück zum jugendlichen höhlenbewohner, der einen stock vom baum nimmt und ihn auf einen felsen schlägt. „ugga agga urg“. möglicherweise kam das wort „nein“ aus einer dieser höhlen…

da haben wir’s. den unauflösbaren zusammenhang zwischen punk, musik und anti-autoritärer grundhaltung. danke, keith morris, alter sack. und für mich wieder mal die frage: wie kommt es, dass doch einige punkrockerInnen um mich herum bei ihren eigenen kindern auf einmal ganz anders ticken? finden, dass die „klare ansagen“ brauchen, „harte grenzen“? mal wieder ne harte denknuss. und ich geh derweil mal ein bißchen auf dem bett rumhopsen. innerlich.


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~ von superjule - April 13, 2012.

Eine Antwort to “genau so.”

  1. Bisschen unhistorisch. In Stände- oder Stammesgesellschaften funktioniert das nicht so (kann ich nicht beweisen, glaub ich aber).

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